Beim Besuch in Elzach fand sich die Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit dem Geschäftsführer der beiden Kliniken Daniel Charlton, dem kaufmännischen Leiter Hans-Jörg Grote und dem Elzacher Betriebsratsvorsitzenden Meinrad Volk.

Die BDH-Klinik Elzach ist auf die Behandlung von Patienten mit neurologischen Krankheitsbildern spezialisiert. Ihr Einzugsgebiet geht von Lörrach bis in die Ortenau. Die Klinik hat 185 Betten davon 20 Beatmungsplätze und 80 Überwachungsbetten. Bisher wurden rund 110 Patienten akut erkrankte Covid-19 Patienten in Elzach behandelt. Teilweise waren die Patienten bis zu drei Monaten in stationären Behandlung. Aufgrund der besonderen Herausforderungen während der Pandemie (Unterbringung von nur einem Patienten pro Zimmer und dadurch Minderbelegung von zwei Stationen) wurde im vergangenen Jahr ein Verlust von 450.000,00 € erwirtschaftet. Aufgrund diverser Regelungen und Stichtage fällt die Klinik bisher unter keinerlei Schutzschirme.

Geschäftsführer Charlton würdigte die Leistungen seiner Mitarbeiter in den vergangenen Monaten, kann dieses Engagement der Mitarbeiter aber aufgrund der aktuellen finanziellen Lage der Klinik nicht in der gewünschten Art und Weise honorieren. Die medizinische Frührehabilitation sei eine Besonderheit, dies hätte das Land Baden-Württemberg gegenüber dem Bund nicht angemessen dargestellt. Jutta Zeisset sicherte den BDH-Gesprächspartnern zu, dies in den kommenden Tagen dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorzutragen. Das Thema wird auch in einer von Jutta Zeisset bereits organisierten Video-Konferenz mit dem Minister Jens Spahn im Vorfeld der Landtagswahl thematisiert. An dieser Videokonferenz können die Vertreter der Klinik teilnehmen.

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