Verkehr und ÖPNV

Unser Dorf ist geprägt durch überörtlichen Straßenverkehr, welcher durch die Landesstraßen 110 und 186 geführt wird. In Abhängigkeit der Zuständigkeiten stehen wir für eine enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Straßenbaulastträgern und Straßenverkehrsbehörden, um an Gefahrenstellen wie z.B. dem „Radfahrerüberweg“ an der Ortsausfahrt nach Denzlingen oder fehlenden Fußgängerüberwegen im Bereich der Schule und des Kindergartens, Rechnung zu tragen. Weiterhin bedarf es eines Verkehrskonzeptes für die Gemeindestraßen, um mittel- bis langfristig eine nachhaltige Entlastung für Hauptverkehrswege durch unseren Ort zu schaffen. Diese Entlastung der Straßen führt zu einer direkten Entlastung der an den Hauptstraßen wohnenden Bürgerinnen und Bürger.
Eine häufigere, regelmäßige Anbindung an den ÖPNV schafft weitere Entlastung und Lebensqualität. Busse, die bislang von Emmendingen her an der Hochburg enden sollen den Kreis weiter durch Sexau nach Emmendingen zurück verbinden. Eine bedarfsgerechte höhere Taktung der Anbindung nach Denzlingen und Waldkirch ist anzustreben. Nicht zuletzt ist die Realisierbarkeit einer eigenen Haltestelle der „Elztalbahn“, inkl. eines ausreichenden Parkplatzangebots, zu prüfen. Für alle, die innerhalb des Orts schnell von A nach B wollen und keine eigene Transportmöglichkeit haben oder diese aus Umwelt- oder anderen Aspekten nicht nutzen wollen sind „Mitfahrbänklis“ einzurichten. Gelebte Dorfgemeinschaft heißt, sich gegenseitig zu helfen, hierfür stehen wir.

Schule und Ferienbetreuung

Die Räumlichkeiten und Infrastruktur unserer Schulgebäude sind zu sanieren und zu modernisieren. Im Sinne einer langfristig gedachten Schulpolitik hat die Gemeinde als Träger die notwendige Ausstattung für einen modernen Unterricht zur Verfügung zu stellen und nachhaltig zu sichern. Hierzu ist, zusammen mit den Lehrerinnen der Grundschule, ein Mediennutzungsplan zu erarbeiten und die Fördermittel des Bundes auszuschöpfen.
Das Angebot der Kernzeit und Nachmittagsbetreuung erfreut sich großer Beliebtheit, es ist zu prüfen, ob das aktuelle Angebot den Bedarf tatsächlich abdeckt, und gegebenenfalls anzupassen. Weiterhin ist eine verlässliche Ferienbetreuung, mindestens zu den Ferienzeiten, in denen der Kindergarten nicht geschlossen hat, anzubieten.

Kindergarten und Kinderbetreuung

Der Bedarf an KiTa-Plätzen über alle Altersstufen hinweg ist nicht vollständig gedeckt. Im Rahmen der aktuellen Planungen sind bedarfsgerechte Gruppen im ehemaligen Werkrealschulgebäude einzurichten, um das vorhandene Angebot der evangelischen Kirchengemeinde und Aktion Lebensraum zu ergänzen. Bei der Vergabe der KiTa-Plätze sollen Geschwisterkinder, nach den gegebenen Möglichkeiten und Wunsch der Eltern, in die gleiche Einrichtung kommen, daher ist eine zentrale Vergabe der KiTa-Plätze über alle Einrichtungen hinweg notwendig. Für alle Einrichtungen ist ausreichend pädagogisches Personal einzustellen, damit der Betrieb auch bei Ausfällen von Mitarbeiter*innen vollständig garantiert werden kann. Weiterhin sind die Schließtage von aktuell 30 auf maximal 26 Tagen zu senken.

Vereine

Die zahlreichen und vielfältigen Vereine in Sexau sind ein bedeutender Bestandteil des sozialen und gesellschaftlichen Lebens aller Gemeindemitglieder. Ein großes Maß an ehrenamtlichem Engagement ist notwendig, um die Vielfältigkeit und Lebendigkeit der Vereine zu sichern.
Es ist Aufgabe der Gemeinde, dies in hohem Maße zu unterstützen, nicht nur finanziell, sondern z.B. auch durch Schaffung von Räumlichkeiten für Lagerzwecke oder Sitzungen.
Eine bessere Vernetzung der Vereine untereinander und mit anderen Organisationen, wie z.B. Schule oder Kirche ist wünschenswert. Dies könnte die gemeinsame Nutzung von Materialien, wie Deko, Biertische/und –bänke oder Audioanlagen bedeuten, oder auch die Herausgabe eines gemeinsamen Flyers als Information für Neubürger.

Sexau attraktiv für jung und alt

Alle Mitbürger, ob jung oder alt, sollen sich in Sexau wohlfühlen und solange wie möglich selbstständig leben können.
Für die jungen Menschen bedeutet dies vor allem, eine gute Infrastruktur, aktive Vereinskultur, ein bedarfsgerechter ÖPNV und eine klare Integration in die Gemeindeentwicklung.
Für die älteren Mitbürger muss vor allem über neue Wohnmodelle nachgedacht werden, z.B. kleine, barrierefreie Wohneinheiten mit guter öffentlicher Verkehrsanbindung, Einkaufs- und Betreuungsmöglichkeit, eine Mehrgenerationenwohnanlage oder Senioren-WGs sind mögliche Alternativen. Im Hinblick auf die Möglichkeiten im Ort, z.B. im Moos III, möchten wir eine bedarfsgerechte Abdeckung des Bedarfs erreichen.

Kinder- und Jugendbeteiligung

Das Gemeindeentwicklungsforum hat uns „Großen“ gezeigt, welches Potential in euch Kindern und Jugendlichen im Ort steckt. Entscheidungen, die heute für unsere Gemeinde getroffen werden, betreffen vor allem auch die Erwachsenen von morgen. Daher müsst ihr, die Kinder und Jugendlichen, in einem klar definierten Format dauerhaft in die Gemeindeentwicklung mit eingebunden werden. Hierfür ist ein Jugendhearing und Jugendrat einzurichten, in dem ihr eure Ideen und Beiträge äußern und dem Gemeinderat als Empfehlung mitgeben dürft. Insbesondere bei Themen, die euch direkt betreffen, z.B. Einrichten, Gestalten und Organisieren des Jugendraums oder die Sanierung „Roter Platz“.

Zukunft der Landwirtschaft und Ökologie

Es gilt die noch verbliebenen bäuerlichen Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe in Sexau und den außerhalb liegenden Ortsteilen im Rahmen der kommunalen Möglichkeiten zu unterstützen und deren Existenzen zu sichern.
Eine sowohl ökonomisch als auch ökologisch ausgewogen ausgerichtete Land- und Forstwirtschaft dient dem Gemeinwohl durch Offenhalt der Grünzüge und die nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder, von der Elz bis nach Obersexau. Die touristisch attraktive Auenlandschaft in den Seitentälern und entlang des Brettenbachs, dient gleichzeitig uns Sexauern als Naherholungsgebiet und lockt zahlreiche Gäste von außerhalb in unser Dorf. Der Erhalt dieses Zustands erfordert eine arbeits- und kostenintensive Pflege, welche langfristig nur mit einer funktionierenden Landwirtschaft und im Konsens mit den Grundstückseigentümern in unserer Gemeinde gelingen kann.
Die Entscheidung der Frage, welche Bewirtschaftungsart (ökologisch oder konventionell) eines Betriebes die jeweils sinnvollste ist, überlassen wir den Bauernfamilien, denn der Erhalt unserer Schöpfung als elementare Grundlage der menschlichen Existenz ist nur im Einklang mit einer intakten Natur, d.h. einer artenreichen Flora und Fauna, möglich.
Die notwendige Begrenzung der Versiegelung fruchtbarer Böden steht den berechtigten Interessen der Gesellschaft nach bezahlbarem Wohnraum und wohnortnahen Arbeitsplätzen immer öfter entgegen. Diesem Konflikt und daraus resultierenden Diskussionen stellen wir uns, wägen die Interessen nach bestem Wissen und Gewissen in unseren Entscheidungen ab und übernehmen dafür schließlich die Verantwortung gegenüber den direkt Beteiligten und der Bevölkerung im Gesamten

Rettungszentrum

Mit DRK und freiwilliger Feuerwehr haben wir zwei wichtige Einrichtungen zum Schutz von Leben und Sachgütern direkt im Ort. Hierfür sind wir dankbar und schätzen und unterstützen die Arbeit der freiwilligen Helfer. Die Umgebungsbedingungen sind jedoch nicht ideal, so kann z.B. das Einsatzfahrzeug des DRK aus seiner Garage beim Fußballplatz nicht immer zuverlässig ausrücken, da die Parksituation direkt davor regelmäßig zu Behinderungen führt.
Für DRK und freiwillige Feuerwehr ist, in Abstimmung mit den Freiwilligen, ein bedarfsgerechtes Rettungszentrum zu errichten, welches beide Institutionen für die Zukunft rüstet und den notwendigen Platz und die Infrastruktur für ungehinderte Einsätze und Übungen bietet.

Breitbandausbau/Digitalisierung

Ein ausreichend dimensionierter Breitbandzugang ist heute - mehr denn je - eine wesentliche Standortfrage. Sexau ist, im Gegensatz zu anderen Gemeinden des Vorwahlgebiets, immer noch Schlusslicht bei der Verfügbarkeit von Breitbandzugängen mit 100Mbit/s und mehr. Parallel zu notwendigen Gesprächen und Lösungen mit der Telekom zum weiteren und gleichmäßigen Ausbau der Breitbandzugänge im Ort, ist die Nutzung der, von der Gemeinde selbst mitverlegten, Leerrohre zur Anbindung der Haushalte an moderne Glasfaseranschlüsse zu prüfen und mit einem geeigneten Partner zu realisieren. Weiterhin ist der Ausbau öffentlich zugänglicher HotSpots anzustreben, um sowohl innerhalb des Ortskerns, als auch in Randbereichen eine Abdeckung zu gewährleisten.
Die Möglichkeiten zur Digitalisierung der Verwaltung sind zu prüfen und zu nutzen, z.B. durch E-Akten, Online-Terminvergabe und –Formulare, Installation eines Digital-Lotsen u.a. Ziel ist die Entlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung ebenso, wie Entlastung und Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger bei Behördengängen, ohne dabei den persönlichen Kontakt zu verlieren.

Nutzung regenerativer Energien

In Zeiten von Schülerdemonstrationen gegen den Klimawandel, voranschreitender Erderwärmung oder des immer noch sehr hohen Anteils fossiler Energieträger zur Stromgewinnung, ist es notwendig, den Beitrag unserer Gemeinde zur Nutzung regenerativer Energien zu überdenken. Die Nutzung regenerativer Energien ist unabdingbar!
Unsere Gemeinde hat ihren Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu leisten. Die Bürgerenergiegenossenschaft hat mit dem Aufbau zahlreicher Photovoltaik-Anlagen ein gutes Fundament geschaffen. Es sind weitere (Dach)Flächen hierfür notwendig, ebenso ist die Nutzung von Wasserkraft, Erdwärme und weiterer natürlicher Energiequellen zu prüfen und umzusetzen, um nachhaltig unseren Teil zur Erhaltung einer gesunden Natur und Umwelt für uns und unsere Nachkommen zu leisten.

Gesundheitliche Versorgung vor Ort ausbauen

Wer einige Jahre zurückdenkt, erinnert sich an zwei Hausärzte vor Ort, ebenso eine Praxis für Physiotherapie und weitere Angebote zur gesundheitlichen Versorgung.
Nicht nur Sexau hat mit dem Weggang und der Schließung von Praxen zu kämpfen, denoch liegt es an uns, Rahmenbedingungen und Anreize zu schaffen, dass sich wieder neue Praxen im Ort ansiedeln. Unser Ziel ist die gesundheitliche Versorgung im Ort wieder auszubauen, zu prüfen ist die Realisierbarkeit eines Gesundheitshauses/Gesundheitszentrums vor Ort, in dem sich sowohl ärztliche, wie auch therapeutische Praxen niederlassen können.

Gemeinsam Sexau zum Blühen bringen

Unsere Gemeinde - unterhalb der majestätischen Hochburg - wird für ihre landschaftliche Schönheit sehr geschätzt. Touristen, Freunde und Gäste lassen und dies immer wieder wissen und das zeigt uns, wie lebenswert Sexau ist.
Es ist uns ein Anliegen, gemeinsam mit Ihnen Flächen und Ideen zu finden, welche durch eine ökologische Aufwertung einen wichtigen Beitrag zum Artenerhalt der Flora und Fauna erbringen und die landschaftliche Schönheit unterstreichen werden.
Liebe Bürgerinnen und Bürger: Kommen Sie auf uns Kandidatinnen und Kandidaten zu - unser Motto: „Sexau soll blühen!“